Karate ist Selbstverteidigung!

Die Trainer Friederike und Carsten Zeifang vom Shotokan Karate Stade e. V. haben die B-Trainer-Selbstverteidigungs-Lizenz erlangt und damit erfolgreich die SV-Lehrer-Teil 2-Ausbildung des DKV im September 2018 in der Sportschule Hennef abgeschlossen

Die beiden Trainer des Vereins haben in einer zwar anstrengenden aber qualitativ hochwertigen Trainerweiterbildung nicht nur die SV-Lehrer Stufe 2 erreicht, sondern zusätzlich sich auch erfolgreich der Prüfung zum B-Trainer für Selbstverteidigung gestellt.

 

Die Thematik umfasste wie auch schon im ersten Teil, nur diesmal wesentlich intensiver und umfangreicher Selbstverteidigungsgrundtechniken, Abwehr von diversen Fauststößen, Schwingern und Tritten,  Abwehr von Stockangriffen oder anderen Schlaggegenständen. Es wurde die Abwehr von Fassen und verschiedenen Umklammerungs- und Würgeangriffen trainiert, genauso wie die Verteidigung in der Bodenlage. Sportlich wurde es beim Einschleifen von SV-spezifischen Bewegungs-Drills. Stressig wurde dann die Einweisung in die Abwehr von lebensbedrohlichen Angriffen unter anderem mit Messern. Selbstverständlich gab es auch Selbstbehauptungsübungen, psychologische Übungen sowie Informationen über rechtliche Aspekte und zum Abschluss einen weitläufigen Selbstverteidigungs-Parcour unter realitätsnahen Bedingungen.

 

Bei aller Anstrengung hat sich die Mühe gelohnt. Ab sofort gibt es ein paar Selbstverteidigungslehrer mehr, die diese Welt ein wenig sicherer machen!



Demnächst wird ein Selbstverteidigungskurs angeboten, Interessenten können sich vormerken lassen!


Trainer des Shotokan Karate Stade e. V. haben sich im Bereich "Selbstverteidigung" qualifiziert

Die beiden Trainer, Friederike und Carsten Zeifang vom Shotokan Karate Stade e. V. haben sich erfolgreich zum SV-Lehrer des DKV (Deutscher Karate Verband) fortgebildet. Die Ausbildung ist die erste einer dreistufigen Lizensierungsstufe. Vom 26. - 29. April 2018 fand die Trainerweiterbildung in der Sportschule Hennef statt. Die Referenten Ulrike Maaß, Wolfgang Henkel und Willm Wöllgens brachten über vierzig, aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten, Karateka die Vermittlung von Selbstverteidigungskenntnissen bei.

 

Das Lehrprogramm umfasste unter anderem die Themen Abwehr von Tritten, Faust- und Würgeangriffen, Stockangriffen und Umklammerungen. Weitere Inhalte waren der Bodenkampf und die Selbstbehauptung. Auch theoretische Aspekte, wie Täter-Opfer-Psychologie, rechtliche Aspekte und für Trainer ganz wichtig: die Berücksichtigung körperlicher Voraussetzungen waren Teil des Unterrichts.

 

Zum Abschluss durchliefen alle Teilnehmer einen "SV-Parcours" auf dem jeder bis über seine eigenen Grenzen geführt wurde.

2018 - das Jahr der Selbstverteidigung im Shotokan Karate Stade e. V.

Im Jahr 2018 ist das Motto unseres Vereins "Selbstverteidigung" . Auch wenn uns die offizielle Kriminalstatistik beruhigen soll, halten wir es für sicherer, uns selbst und andere auf unangenehme Realitäten vorzubereiten. So wie der DKV seine Trainer aus- und weiterbildet, lassen wir unsere Mitglieder ebenfalls an unserem Wissen teilhaben.

 

Als ausgebildete Gewaltschutztrainer versuchen wir selbstverständlich Konfrontationen durch Selbstbehauptungsstrategien zu vermeiden und Eskalationen zu verhindern. So bringen wir es unseren Schülern auch in erster Linie bei. Doch leider sind einige Aggressoren davon unbeeindruckt und greifen an. In diesem Fall beweist Karate, dass es sehr wohl Selbstverteidigung ist! Karatetechniken sind äußerst effektiv. Die Ausbildung eines Karateka ist lang und meistens mühevoll. Die erlernten Techniken funktionieren sofort. Aber um kämpfen zu können, braucht es auch Erfahrung! Die lernt man nicht in einem Crashkurs. Kontinuierliches Üben ist der Schlüssel zum Erfolg.

Bilder von der Trainerweiterbildung zum SV-Lehrer in Hennef am 26. - 29.04.18

Einige interessante "Actionfotos" zur Selbstverteidigung gibt es unter Fotogalerie und Lehrgang- und Ausbildungsfotos.

Shotokan Karate in der Selbstverteidigung

Karate zu lernen ist ein langer Weg. Alles fängt erst leicht an. Wie auf einem langen Weg üblich, braucht man auch einen langen Atem und Geduld. Es kostet sehr wohl Mühe und Überwindung, regelmäßig und stetig zu üben. Viele glauben ein Schwarzgurt wäre das erreichte Ziel - Irrtum! Dort fängt es erst richtig an, Spaß zu machen...

 

Karatetechniken sind äußerst effektiv. Die Ausbildung eines Karateka ist lang und meistens mühevoll. Die meisten erlernten Techniken funktionieren sofort. Doch um kämpfen zu können, braucht es auch Erfahrung! Die lernt man nicht in einem Crashkurs. Kontinuierliches Üben ist der Schlüssel zum Erfolg!

 

Im Training erlernte Techniken oder wettkampfmäßig geübte Situationen sind nicht mit einer Selbstverteidigungssituation zu vergleichen. Das Training muss für die Selbstverteidigung daher so realitätsnah wie möglich gestaltet sein und zwar so oft wie möglich. Nicht jedes Training ist nur für die Selbstverteidigung wichtig, schließlich müssen zuerst grundlegende Dinge erlernt werden: Grundtechniken, Verhaltensweisen in Bedrohungsszenarien, mentale Vorbereitungen und vieles mehr. Das Trainieren von Karate hat auch einen gesundheitsrelevanten Anteil. Wer fit ist, wird nicht so leicht zum Opfer wie jemand, dem man seine Schwachstellen sofort ansieht. Im Karate hängen viele Dinge zusammen die man auf den ersten Blick nicht erkennt.

Ohne Übung funktioniert es nicht

Sich mit Karatetechniken zur Wehr setzen zu können, muss man erst einmal lernen. Es ist nicht so wichtig, viele außergewöhnliche Techniken zu lernen, sondern einige wenige dafür perfekt zu können. Im Laufe des Trainings entwickeln sich bei jedem gewisse "Lieblingstechniken".  Wenn man die dann sicher beherrscht und die Distanz zum Gegner hin bekommt ist man schon mal auf einem guten Weg. Eine Selbstverteidigungsituation sollte man regelmäßig realitätsnah nachstellen und die Anwendbarkeit der erlernten Techniken üben.

Im Karate gibt es keinen ersten Angriff

Dieser Leitspruch des Stilbegründers Gichin Funakoshi zeigt die eigentliche Friedfertigkeit der Budoka. Wenn man einer Provokation oder einem Angriff aus dem Weg gehen kann - um so besser! In manchen Situationen ist es einfach gesünder, Streitereien zu vermeiden und lieber dem Agressor keine Möglichkeit zur Eskalation zu bieten.

Keine Hemmung

In einem Verteidigungsfall kann man davon ausgehen, dass der Karateka bis zuletzt versucht hat die Lage zu deeskalieren. Kommt es dennoch zum Kampf, gibt es keine Hemmung mehr. Ein erfahrener Karateka hat eine Vielzahl an Möglichkeiten, angemessen zu reagieren. Da jeder Kampf ein Risiko für Leib und Leben ist, sollte sich jeder Angreifer vorher überlegen mit wem er sich anlegt. Wenn schon kämpfen, dann auch richtig.

Niemand ist unbesiegbar

Weder ausgebildete Karateka noch andere Kampfkünstler sind unbesiegbar. Der Angreifer aber auch nicht. In einem Kampf kann sich die Lage schnell verändern. Es können Waffen zum Einsatz kommen, die vorher nicht bemerkt wurden. Der Kampf sollte auch aus diesem Grund möglichst vermieden werden. Nie vergessen: auch Flucht ist eine Option!

Shotokan ist nicht nur Selbstverteidigung

Dass Shotokan Karate nicht nur Selbstverteidigung ist wird hier etwas ausführlicher erläutert: Warum Karate lernen?